Keine Einfuhr aus nicht gelistete Drittländer!      Die Türkei zählt auch dazu!




Aufgrund der Novellierung des Tierschutzgesetzes zum 01.08.14
ist die Ausreise der Tiere nach Deutschland nicht mehr möglich,



 da die Ausreisekosten ins unermessliche gestiegen sind
und uns somit die Vermittlungen nicht mehr möglich sind.




 Daher wurde die Vermittlung im August 2014 leider eingestellt  



Die Wirren um die Novellierung des Tierschutzgesetzes zum 01.08.2014 und ihre Auswirkung auf Tierschutz in " nicht gelisteten Drittländern "

 

Einen Auszug des neuen Tierschutzgesetztes finden Sie ganz unten auf dieser Seite!

 

Kurzgefasst besagt dieses neue Tierschutzgesetz, das Vereine/Organisationen die Tiere zum Zwecke der Abgabe ins Inland verbringen, künftig eine Einfuhrerlaubnis nach §11 Abs. 1 Satz 5 Ziffer vom zuständigen Veterinäramt benötigen. Im nachfolgenden Text §11 genannt.

 

Wir haben viele Nachfragen gehabt auf unseren Post letzte Woche, der sich auf die Einfuhr von Tieren aus nicht gelisteten Drittländern wie der Türkei, Tunesien, Ägypten, Marokko, Serbien und Thailand bezieht.

 

Wir möchten versuchen für alle betroffenen etwas Licht ins Dunkel zu bringen, welche Auswirkung das neue Gesetz im Bezug auf Vermittlungen und auch leider auf Sachspenden Transporte hat.

 

Mit der Änderung, die zum 01.08.2014 in Kraft getreten ist, ist es nicht mehr möglich Tiere aus nicht gelisteten Drittländern wie bisher per Flugpaten nach Deutschland zu verbringen, da es keine Trennung mehr zwischen Tierschutzvermittlung und Handel von Heimtieren gibt und der Handel aus n.g.Drittländern ist nun mal, trotz der sehr hohen Auflagen seit 2004 schon verboten.

 

Einige Veterinärämter haben, aus Unwissenheit noch dem ein oder andern Verein die Genehmigungen erteilt, wenn diese auslaufen, wird es keine neuen geben. Die Ministerien haben mittlerweile an alle Veterinärämter Erinnerungsschreiben geschickt in denen noch einmal darauf hingewiesen wurde, das sie KEINE Einfuhrgenehmigungen mehr an Tierschutzvereine/organisationen, die in nicht gelistete Drittländer aktiv sind ausgeben werden dürfen, dies ist Bundesgesetz!

 

Dadurch das die Trennung, rechtlich, zwischen Handel und Tierschutz nicht mehr gegeben ist,
fällt die Möglichkeit Tiere über z.B. Flugpaten nach Deutschland einzuführen weg.

 

Auf gut Deutsch, das "Schlupfloch", was wir Tierschützer seit 2004 nutzen konnten, Flugpate gleich kurzfristiger Besitzer, wird für n.g. Drittländer geschlossen, da die Vereine den §11 nicht mehr bekommen dürfen.

 

In Zukunft ist es nur noch möglich Tiere aus diesen Ländern im privaten Reiseverkehr einzuführen, dass bedeutet das der Adoptant selber sein Tier in der Türkei abholen muss/kann. Dazu ist es notwendig das der neue Besitzer dies drei Tage vorher beim Landesamt anmeldet.

 

Er wird dann registriert und nach einiger Zeit muss das Tier dem Vet.Amt vorgestellt werden bzw. die Ämter behalten sich auch Kontrollen im neuen Zuhause vor um eine Weitergabe/weiter Vermittlung auszuschließen.

 

Ein weiterer Irrglaube ist es, dass man sich nur einen Partnerverein suchen muss der den §11 zum Beispiel für Ungarn, Rumänien etc. hat oder es gar ausreicht wenn der Flugpate den §11 Besitz, dies ist FALSCH!

 

Vereinen die den §11 haben, haben diesen für die EU Länder oder gelistete Drittländer, nicht aber für, wie in unserem Fall, nicht gelistet Drittländer !

 

Zusammenfassend gilt also, ob deutscher Verein oder türkischer Verein, es kann kein §11 beantragt werden für diese Länder, und es darf auch nicht mit dem §11 für ein EU Land ausgeführt werden.

 

Nun zu einem weiteren Punkt, der uns leider gerade jetzt alle trifft...

 

Viele Jahre konnten wir über eine tierfreundliche türkische Airline kostenloses bzw. gegen einen geringen Aufpreis Tierschutzgepäck mit in die Türkei nehmen.

 

Leider fällt dies nun aufgrund der Novellierung auch weg.

Da man nun leider auch bei der Airline die Genehmigung nach §11 einreichen muss um dieses Zusatzgepäck zu beantragen.

 

Da man aber leider für die Türkei, den §11 nicht erhält, beißt sich auf gut Deutsch die Katze in den Schwanz.

 

So traurig wie es ist, muss man es leider akzeptieren.

 

Abschließend möchte ich noch etwas anmerken!

 

Massenimport war seid 2004 aus diesen Ländern aufgrund der hohen Seuchenauflagen und damit verbundenen Kosten sowieso nicht möglich.

 

Darum trifft es natürlich diese Länder nun um so härter.

 

Aber vielleicht ist es auch ein Neuanfang, ein Anfang zum umdenken, ein Anfang das noch mehr Menschen auf den Tierschutz vor Ort übergehen.

 

Vielleicht bekommen die Kastrationsprojekte jetzt endlich mehr Aufmerksamkeit ?!

 

Ich hoffe das wir das Negative was uns die Änderung beschert hat ins Positive Umschlägt.

 

Vielleicht bleibt es ein Wunschgedanke, ich weiß das die meisten Menschen eher bereit sind für die "Rettung" eines Tieres zu Spenden als für eine Kastration, dass zeigt die langjährige Erfahrung leider all zu deutlich.

 

Die Tiere und Tierschützer in diesen nicht gelisteten Drittländern brauchen gerade jetzt mehr als je zuvor EURE Unterstützung.

 

Ich hoffe das die Menschen nur weil wir keine Tiere mehr Importieren können, diese Seelen nun nicht vollkommen vergessen.

 

Spendet eine Kleinigkeit für Kastrationen, damit rettet ihr nicht nur ein Tier sondern hunderte!!

 

Spendet eine Kleinigkeit für Futter , damit die Tiere weiter an ihren Futterstellen oder im Auffang versorgt werden können.

 

Spendet eine Kleinigkeit für OP's für verletzte Straßentiere die versorgt werden müssen.

 

Das ist das Tierschutz mit Herz und Verstand ..!

 

Und wenn ihr Urlaub in der Türkei macht, schaut doch einmal in einer der vielen Auffangstationen vorbei, bringt einen Sack Futter, oder einen Sack Nudeln,Reis mit..die Tierschützer freuen sich über jede Hilfe..gerade jetzt !!

 

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Copy & Paste nur mit ausdrücklicher Erlaubniss von,

Streunerherzen & Tiere in Not Alanya/Vier Pfötchen Hilfe e.V

Auszug aus dem neuen Tierschutzgesetz

§ 11

 

(1) Wer

1.

Wirbeltiere oder Kopffüßer,

a)

die dazu bestimmt sind, in Tierversuchen verwendet zu werden, oder

b)

deren Organe oder Gewebe dazu bestimmt sind, zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet zu werden,

 

 züchten oder, auch zum Zwecke der Abgabe dieser Tiere an Dritte, halten,

2.

Wirbeltiere zu den in § 6 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 genannten Zwecken züchten oder halten,

3.

Tiere in einem Tierheim oder in einer ähnlichen Einrichtung halten,

4.

Tiere in einem Zoologischen Garten oder einer anderen Einrichtung, in der Tiere gehalten und zur Schau gestellt werden, halten,

5.

Wirbeltiere, die nicht Nutztiere sind, zum Zwecke der Abgabe gegen Entgelt oder eine sonstige Gegenleistung in das Inland verbringen oder einführen oder die Abgabe solcher Tiere, die in das Inland verbracht oder eingeführt werden sollen oder worden sind, gegen Entgelt oder eine sonstige Gegenleistung vermitteln,

6.

für Dritte Hunde zu Schutzzwecken ausbilden oder hierfür Einrichtungen unterhalten,

7.

Tierbörsen zum Zwecke des Tausches oder Verkaufes von Tieren durch Dritte durchführen oder

8.

gewerbsmäßig, außer in den Fällen der Nummer 1,

a)

Wirbeltiere, außer landwirtschaftliche Nutztiere und Gehegewild, züchten oder halten,

b)

mit Wirbeltieren handeln,

c)

einen Reit- oder Fahrbetrieb unterhalten,

d)

Tiere zur Schau stellen oder für solche Zwecke zur Verfügung stellen,

e)

Wirbeltiere als Schädlinge bekämpfen oder

f)

für Dritte Hunde ausbilden oder die Ausbildung der Hunde durch den Tierhalter anleiten

 

will, bedarf der Erlaubnis der zuständigen Behörde. Für das Zurschaustellen von Tieren an wechselnden Orten darf die Erlaubnis nach Satz 1 Nummer 4 oder nach Satz 1 Nummer 8 Buchstabe d nur insoweit erteilt werden, als die Tiere nicht einer Art angehören, deren Zurschaustellen an wechselnden Orten auf Grund einer Rechtsverordnung nach Absatz 4 verboten ist.